Street Photography. Warum und Wieso?!

Wie bin ich auf die Street Photography gekommen?

Nun, da bin ich mir nicht mehr ganz so sicher. Ich denke ich habe nach Ideen gesucht wie man Urlaubsbilder “schöner” gestalten und die Fotoszenerien mit mehr Leben füllen kann. Aus den Urlaubsbildern unbezahlbare Meisterwerke machen. Danach habe ich wohl gesucht. Ganz klassisch habe ich, wie wahrscheinlich fast alle von uns, mit Fotozeitschriften angefangen. Über die Zeitschriften bin ich zuerst bei der Foto Community und dann bei flickr gelandet. Mit dem klassischen Suchbegriff “street” und “Strasse” zeigte mir flickr unzählige Bilder an. Unter anderem auch Bilder die nach meinem damaligen Wissensstand nichts mit einer Strasse zu tun hatten. Ihr merkt ich war ein Fotografie Experte, nicht. Ich sah Bilder von Menschen in Aktion. Spiegelungen. Komische und kaum zu glaubende festgehaltene Momente. Fast schon surreal. So viele Fotos an denen mein Blick lange hängen geblieben ist. 

Zu dieser Zeit, es war so ca. 2013, hat auf flickr ein Mann den Begriff “Street Photography” in Beschlag genommen. Thomas Leuthard. Ja, ich gebe es zu, ich war ein Follower. Bitte verurteilt und steinigt mich nicht. Aber wegen ihm ist mein Interesse geweckt worden. Und durch das Genre an sich habe ich auch andere Fotografen entdeckt. Nach einer gewissen Zeit, meinen beiden ersten Büchern die ich zu diesem Genre gekauft habe, sollte es dann soweit sein. Ich ging hoch motiviert auf die Strasse und fing an zu fotografieren. Erst fing ich mit DriveByShoootings aus dem Auto an und dann packte ich all meinen Mut zusammen und hielt fremden Menschen die Kamera vors Gesicht. 



Schon nach kurzer Zeit gelangen mir die ersten persönlichen kleinen Erfolge. Ich war in sehr kurzer Zeit, sehr zufrieden mit meiner Leistung und mir. Also dachte ich mir ich könnte das Ganze nun etwas ambitionierter angehen und besuchte prompt einen Workshop. Bei Thomas Leuthard. Jep, jetzt dürft ihr mich steinigen. Ich will in diesem Blogpost den Workshop nicht unnötig in die Länge ziehen, darauf komm ich irgendwann separat zurück, aber ich habe mir damals mehr erhofft und die Enttäuschung war im Nachhinein sehr groß. Überspringen wir also diesen Workshop und kommen zurück zum Thema. Nach diesem Workshop bin ich noch länger motiviert geblieben und zog bis 2017 in unregelmäßigen Abständen immer wieder durch die Strassen. Und dann kam das tiefe Loch von dem ich in meinem ersten Post geschrieben habe. 

Tatsächlich weiß ich warum ich mit der Strassenfotografie nicht weiter gemacht habe. Ich wußte nicht was ich fotografieren sollte. Fehlende Motive, fehlende Inspiration, geringe Ausbeute und das Wieso, Weshalb, Warum konnte ich für mich nicht beantworten. Das eine Jahr in dem ich nun pausiert habe, habe ich trotzdem genutzt. Ich habe weiterhin passiv die Szene verfolgt. Sowohl die People als auch die Street Photography Szene. Mir ein paar Bildbände zugelegt und mich intensiv damit auseinander gesetzt ob ich noch weiter fotografieren möchte und mir vor allem die Frage nach dem Warum gestellt. Die Antwort darauf gibt es im zweiten Teil von mir. Kleiner Spoiler, ich mache weiter. ;)



Schönes Wochenende und allzeit gutes Licht


Martin

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